Unser neues Service Offering: Improvisation als Mittel zum Umgang mit der VUCA World

09.02.2018

Die Herausforderung der heutigen Arbeitswelt werden gerne mit dem Wort VUCA zusammengefasst. Wir alle sind mehr denn je gefordert, uns mit unberechenbaren (volatile,) unsicheren (uncertain), vielschichtigen (complex), unklaren, mehrdeutigen (ambiguous) Anforderungen auseinander zu setzen. Daraus folgen veränderte Anforderungen an Eigenschaften wie Spontaneität, Achtsamkeit sich selbst und seinem Team gegenüber, Aufmerksamkeit und Präsenz - wichtige Fähigkeiten, um in unvorhergesehenen herausfordernden Situationen nicht zu scheitern. Sondern vielmehr die vorhandenen Ressourcen und Potentiale trotz der nicht optimalen Rahmenbedingungen (bspw. mangelnde Vorbereitung) voll auszuschöpfen und sich selbst und das Team zu einem befriedigenden erfolgreichen Ziel zu führen.

Improvisieren – wie starten?

In Situationen großer Unsicherheit hilft es, sich auf die eigenen Stärken und die des Teams zu besinnen. Dies zahlt auf die Resilienz jedes Einzelnen ein, stärkt das Team und ermöglicht so, aus einer unsicheren Situation ein erfolgreiches Ergebnis zu erreichen. Die Menschheit wäre heute nicht da wo sie ist, wenn wir nicht tief verwurzelt in uns die Fähigkeit zur Improvisation hätten. Einer Art Überlebensgen das uns hilft, aus Mangel eine Tugend zu machen, Lücken zu überbrücken, Krisenzeiten zu überleben und uns durch sie weiter zu entwickeln. Einige Stärken würden nie zum Vorschein kommen, wenn nicht eine Katastrophe uns Menschen zum Ausbrechen aus der Routine, umdenken und improvisieren zwingen würde.

Woher kommt die Improvisation als Instrument?

Mehr denn je fordert die komplexe digitalisierte schnelllebige Welt von jedem Einzelnen rasches, kluges vorausschauendes Agieren. Nichts Anderes tut ein Schauspieler Abend für Abend, wenn er auf die Bühne tritt und seinem Publikum eine Geschichte erzählt, als wäre es das erste und das letzte Mal. Er brennt für sein Spiel, weil er mit seinen Kollegen und dem Führungsteam, bestehend aus Regisseur, Dramaturg, Bühnen- und Kostümbildner durch das Improvisieren und wochenlange Proben den besten Weg herausgefunden hat. Dabei hat er immer wieder bei null angefangen und sich komplett neu auf die Vorgaben des Regisseurs eingelassen, um herauszuarbeiten, wo der erfolgreichste perfekteste Weg für diesen Abend liegt. Das kann er, weil er über seine Stärken und Schwächen Bescheid weiß und sein Handwerk beherrscht, das ihm immer eine gute Ausgangsbasis liefert. Der Schauspieler öffnet sich für die Situation und seine Mitspieler, bringt all seine Ressourcen mit und begibt sich auf die Reise. Respekt und vielleicht auch Lampenfieber sind dabei seine Begleiter, die ihm helfen achtsam mit sich und seinen Kollegen um zu gehen.

Was bedeutet also Improvisieren?

Improvisieren bedeutet in erster Linie spielerisches Ausprobieren. Im Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten, in unerwarteten Situationen kreativ, strategisch, professionell, mit alternativen Handlungssträngen und Settings umzugehen und diese auszuprobieren, bis sich eine gangbare, eventuell sogar optimale herauskristallisiert. In den kreativen Berufen ist die Improvisation ein fester Bestandteil jedes Projektes. Nur durch die Improvisation, den Raum des Ausprobierens, hat der Künstler die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln. Nur so schafft er die Kunst, die Menschen berührt und mitreißt. Es gibt viele Designs die aus der Not des Improvisierens heraus entstanden sind und die funktional sogar besser sind als alles strukturiert entwickelte, warum? Weil sie das Unmögliche zulassen und den Lösungsraum weiter aufmachen, als jeder Standardprozess, jede Vorgabe, jede Regel es jemals könnte. Und weil das Improvisieren zulässt, die Lösung spielerisch zu erfahren und zu „erfühlen“. Letzteres ist oft echter, als alles was vorher systematisch planbar ist.

Was braucht man zum Improvisieren?

Ausgangspunkt der Improvisation sind bestimmte Anforderungen (des Regisseurs des Unternehmens, der Kunden) eine bestimmte Geschichte zu erzählen oder ein Produkt/Dienstleistung bzw. eine Lösung zu kreieren. Dabei befolgt das Team gemeinsam festgelegte professionellen Regeln seiner Zusammenarbeit, um sich einen Rahmen zu geben, der möglichst viel Flexibilität zulässt und dennoch zielorientiertes Arbeiten ermöglicht. Dabei steht der Grundsatz „Das Unbekannte als Chance“ im Mittelpunkt und bedeutet übersetzt in der Zusammenarbeit: − Den Mut zu haben, aus der Komfortzone heraus zu treten, die übliche Rolle zu verlassen, die Perspektive zu wechseln und durch den Blickwinkel des Anderen dessen Position zu erfahren. − Hierarchien aufzubrechen, ohne Angst vor Kontrollverlust − Das Vakuum als Angebot und Chance zu begreifen, zu spinnen, auszuprobieren, Zielbilder zu formulieren, ohne sich im erste Schritt durch „Bedenken“ zu limitieren.

Improvisieren bedeutet also auch, sich auf das Wagnis des „Noch nicht wissen wie es geht“ einzulassen und sich von dem was entsteht nicht erschrecken, sondern im positivsten Sinne mitreißen zu lassen. Der Künstler hat spätestens während seiner Ausbildung lernen müssen, seinem Gefühl mehr zu vertrauen, als seinem Verstand. Intuitiv, authentisch und achtsam mit sich und Anderen umzugehen, weil nur so erfolgreiche kreative Arbeit möglich ist. Bei aller geforderten Flexibilität muss jeder Verantwortung für das eigene Handeln sowie für die Teamergebnisse übernehmen, um weder einzelne noch das Team schlecht dastehen zu lassen.

Wie kann ich Improvisation für meine Zwecke nutzen?

Mit dem Weiss & Cie. Improvisations-Coaching arbeiten Sie und Ihre Teams an Ihrer VUCA-Resilienz, Ihrer Kreativität und Lösungskompetenz. Dabei setzen Sie Improvisation sowohl dafür ein, dass sich Teams, die bisher nicht miteinander gearbeitet haben, aufeinander einlassen, als auch zur Lösungsfindung für komplexe Probleme oder Produkte. Geeignet ist unser Improvisations-Coaching sowohl dafür, Ihr Unternehmen fit zu machen für „Mega-Trends“ wie die Digitalisierung oder die zunehmende Internationalisierung und Dynamisierung Ihres Geschäftes, als auch für wichtige interne Weichenstellungen wie Reorganisationen, Aufbrechen von Silostrukturen und Einziehen von Querschnittsfunktionen. Improvisationen können als Resilienz-Training in Ihren Instrumenten zur Personalführung einen wichtigen Baustein bilden und Ihren Führungskräften und Mitarbeitern Fähigkeiten an die Hand geben, die sie gut rüsten für die steigenden Anforderungen und Dynamiken im Berufsalltag. Sie haben ein ganz individuelles Thema in Ihrem Unternehmen, von dem Sie nicht wissen, wie Sie es angehen sollen? Lassen Sie sich auf einen ungewöhnlichen Weg ein, dieses anzugehen – wir konzipieren gemeinsam mit Ihnen das passende Instrumentarium und begleiten Sie gerne in Phasen des Wandels und Wachstums.

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